Sprechendes Foto erstellen: Tools, Kosten, Regeln

Von Finn Hoffmann · Zuletzt geprüft

Was ist ein sprechendes Foto, und wie entsteht es?

Ein sprechendes Foto ist ein Standbild, dessen Lippen sich passend zu einer Stimme bewegen. Der Kopf bleibt meist an seinem Platz, manchmal kommen leichte Bewegungen von Kopf und Augen dazu. Fachlich heißt das Lip-Sync, und genau darin unterscheiden sich die Werkzeuge am stärksten.

Egal welches Tool: Ein sprechendes Foto, KI-generiert, braucht immer zwei Zutaten: ein Porträt und etwas, das gesprochen wird. Für den Ton gibt es drei Wege:

  • Text eintippen: Eine KI-Stimme liest dein Skript vor, bei HeyGen etwa aus über 1.000 Stimmen, auch auf Deutsch.
  • Eigene Aufnahme hochladen: Du lieferst die Audiodatei, das Tool passt nur noch die Lippen an. Das geht bei D-ID und bei PixVerse.
  • Stimme klonen: Deine eigene Stimme wird nachgebildet, bei HeyGen ab dem Creator-Plan, bei D-ID ab Pro, bei Vidnoz AI als bezahltes Add-on.

Mein Rat für den Anfang: Nimm eine eigene Sprachaufnahme, wenn du eine hast. Das Ergebnis klingt dann nach dir und nicht nach einer Stimme, die du erst suchen musst. Die geklonte Stimme würde ich mir aufheben, bis du weißt, ob dir das Format überhaupt gefällt.

Die Übersicht direkt unter diesem Abschnitt zeigt dir pro Tool, ob ein sprechendes Foto möglich ist, ob Ton im Video landet und ob es eine App gibt. Für diese Seite zählt vor allem die Zeile zum Lip-Sync.

Warum HeyGen vorn steht und Kling AI hinten, obwohl Kling die aufwendigeren Clips erzeugt, erklärt sich aus den Kriterien: Hier zählt, wie gut und wie günstig ein Porträt spricht, nicht wie spektakulär die Szene ist. Wie ich die Tools insgesamt einordne, steht auf der Seite So bewerte ich die Tools.

Tool Gratis-Version Günstigster Monatspreis Stärken
HeyGen Ja 10,00 € Face Swap im Foto, Face Swap im Video, Face Swap in GIFs
D-ID Ja 4,10 € Sprechendes Foto (Lip-Sync), KI-Avatar-Videos, Ton/Musik im Video
Vidnoz AI Ja 8,78 € Ton/Musik im Video, Face Swap im Foto (Eingeschränkt), Face Swap im Video (Eingeschränkt)
Akool Ja 10,55 € Face Swap im Foto, Mehrere Gesichter, Text zu Video
PixVerse Ja 7,03 € Text zu Video, Bild zu Video, Sprechendes Foto (Lip-Sync)
Kling AI Ja 7,73 € Face Swap im Foto, Face Swap im Video, Text zu Video

Welche Tools lassen ein Foto sprechen?

Auf dieser Seite vergleiche ich sechs Werkzeuge, und drei davon sind im Kern für sprechende Porträts gebaut. HeyGen, D-ID und Vidnoz AI kommen aus der Avatar-Welt: Foto hochladen, Text oder Ton dazu, fertig ist der Sprecher. Die anderen drei können es nebenbei, jedes mit eigenem Schwerpunkt:

  • Akool: Talking Photo lässt ein Foto sprechen, dazu gibt es Text-to-Speech und einen Stimmklon.
  • PixVerse: Lip-Sync macht aus einem Charakterbild plus Text oder Audiodatei einen sprechenden Avatar.
  • Kling AI: Der KI-Avatar baut aus einem Bild plus Ton oder Skript ein sprechendes Video, Credits je nach Länge.

Für mich ist die Grenze klar: Wer ein ruhiges Porträt eine Nachricht sprechen lassen will, nimmt eines der drei Avatar-Tools. PixVerse und Kling AI lohnen sich, wenn das Bild eine Figur zeigt, die zusätzlich in einem richtigen Clip auftauchen soll. Das eigene Lip-Sync-Werkzeug von Kling AI für hochgeladene Videos ist übrigens immer bezahlt.

Deutschen Dialog kann Kling erst ab 4.0 und vorerst nur im Ultra-Jahresabo, für ein deutsches Skript würde ich dort eine eigene Tonaufnahme hochladen. PixVerse nennt die Credit-Kosten für Lip-Sync nicht, und bei Akool entfernt erst Starter für ca. 10,55 € im Monat das Wasserzeichen.

Foto-Gesicht animieren oder sprechen lassen: der Unterschied

Viele suchen nach einem Weg, ein Foto-Gesicht zu animieren, und meinen damit zwei verschiedene Dinge. Beim Animieren bewegt sich das Gesicht, es lächelt, blinzelt oder dreht den Kopf, bleibt aber stumm. Beim sprechenden Foto bewegen sich vor allem die Lippen, passend zu einer Stimme.

PixVerse und Kling AI können beides, weil sie aus einem Foto auch einen freien Clip mit Start- und Endbild machen. HeyGen animiert ein Standbild ebenfalls per Textbeschreibung mit Schwenks, Zooms und Bewegung.

Die Qualität hängt stark vom Ausgangsbild ab. D-ID nennt dafür klare Regeln: frontal aufgenommen, Gesicht mindestens 200 x 200 Pixel, Datei bis 10 MB. Ich würde diese Werte als Faustregel für alle Tools nehmen. Ein Porträt von der Seite oder ein winziges Gesicht in einem Gruppenfoto ergibt fast immer ein unsauberes Ergebnis.

Und noch etwas, das beim Wechsel vom Foto zum Video oft übersehen wird: Ein sprechendes Foto wirkt am besten kurz. Eine lange Rede vor einem starren Hintergrund ermüdet schnell. Weitere Rubriken, von Avataren bis zu Clips aus Text, sammelt meine Startseite zum Thema KI-Video.

Was jede App bietet

App Face Swap im VideoFace Swap im Video Text zu VideoText zu Video Bild zu VideoBild zu Video Sprechendes Foto (Lip-Sync)Sprechendes Foto (Lip-Sync) Gratis ohne WasserzeichenGratis ohne Wasserzeichen App für iOS/AndroidApp für iOS/Android
HeyGenab 10 €/Monat Ja Ja Ja Ja Nein Ja
D-IDab 4,10 €/Monat Nein Eingeschränkt Eingeschränkt Ja Nein Ja
Vidnoz AIab 8,78 €/Monat Eingeschränkt Eingeschränkt Eingeschränkt Eingeschränkt Nein Nein
  • Ja
  • Eingeschränkt oder gegen Aufpreis
  • Nein
  • Fakten geprüft am

Kann ich ein sprechendes Foto kostenlos erstellen?

Ja, bei fast allen Werkzeugen hier, aber die Grenzen sehen sehr unterschiedlich aus. Manche rechnen pro Tag, manche pro Monat, eines gibt nur eine Testphase. Bevor du dich irgendwo anmeldest, lohnt sich der Blick auf drei Dinge: Länge, Wasserzeichen und wie lange deine Clips gespeichert bleiben. So sieht das im Überblick aus:

  • HeyGen: 3 Videos pro Monat mit bis zu 1 Minute, bis zu 3 Foto-Avatare, mit Wasserzeichen. Laut Hilfe sind je nach Region 1 bis 3 Gratis-Videos möglich.
  • Vidnoz AI: sprechende Fotos bis 3 Minuten in 720p mit Wasserzeichen, Gratis-Inhalte bleiben 7 Tage gespeichert.
  • Akool: Avatar-Videos in 720P bis 10 Minuten mit Wasserzeichen und 5 Nutzungen der Sprachausgabe.
  • PixVerse: 60 Start-Credits und 30 Credits pro Tag, was ein Lip-Sync kostet, nennt PixVerse nicht.

Für mich ist Vidnoz AI hier der Gewinner bei der Länge. 3 Minuten reichen für eine ganze Geburtstagsrede, während HeyGen gratis bei 1 Minute aufhört. Dafür ist das Wasserzeichen bei beiden dabei, und bei Vidnoz musst du dir die 7 Tage Speicherzeit merken.

Akool klingt mit 10 Minuten noch großzügiger, das Wasserzeichen ist dort aber bildschirmfüllend, und die Verarbeitung im Gratis-Plan läuft langsam. Wie viele Gratis-Credits ein neues Konto erhält, nennt Akool nicht.

Bei PixVerse verfallen die Tages-Credits am selben Tag, sparen geht also nicht, und gratis bleibt es bei 540P mit Wasserzeichen. HeyGen verlangt für den Gratis-Plan keine Kreditkarte, nur ein Konto. Bei Vidnoz bekommen neue Gratis-Konten laut App-Konfiguration 30 Credits, was etwa 60 Sekunden Avatar-Video entspricht.

D-ID fehlt in dieser Aufzählung bewusst. Dort gibt es keinen dauerhaften Gratis-Plan, sondern eine 14-tägige Testphase mit bis zu 3 Minuten Video, bildschirmfüllendem Wasserzeichen und nur für private Zwecke. In der App musst du dafür eine Kreditkarte hinterlegen, wer vor Ablauf kündigt, zahlt nichts. Ich würde die Testphase erst starten, wenn Foto und Text fertig sind.

Kling AI ist für Gratis-Nutzer am schwersten einzuschätzen. Der Basic-Plan kostet nichts, wie viele Credits er bringt, nennen die offiziellen Seiten aber nicht, und die Ergebnisse dürfen nicht kommerziell genutzt werden.

Mein Fazit: Für eine längere Nachricht nimm Vidnoz AI, für ein sauberes Ergebnis mit Skript und deutscher Stimme HeyGen. Wenn dein Foto sich statt zu sprechen lieber bewegen soll, findest du die passenden Tools in meiner Liste Foto animieren kostenlos.

Vidnoz AI auf einen Blick

Preis ab
8,78 €/Monat
Gratis-Version
Gratis-Tarif verfügbar
Plattformen
Web
Gratis ohne Wasserzeichen
Nein
Ohne Konto nutzbar
Noch nicht bekannt
Ton/Musik im Video
Ja
Face Swap im Foto
Eingeschränkt
Face Swap im Video
Eingeschränkt
Betreiber
Wise Reward Limited
Sprachen
Englisch, Arabisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Niederländisch, Portugiesisch, Türkisch, Chinesisch (traditionell)

Vidnoz AI: lohnt sich die längere Gratis-Grenze?

Vidnoz AI, dessen Eckdaten du direkt oben siehst, kommt von Wise Reward Limited aus Hongkong und hat ein eigenes Werkzeug namens AI Talking Photo. Gratis sind sprechende Fotos bis 3 Minuten in 720p möglich, mit Wasserzeichen und ohne Karte. Für die Stimme gibt es Text-to-Speech mit über 890 Stimmen.

Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, was für viele Einsteiger den Ausschlag gibt. Dazu kommen über 1.600 KI-Avatare für Präsentationsvideos. Laut öffentlicher App-Konfiguration ist für sprechende Fotos eine Promi-Erkennung eingeschaltet, was sie genau blockiert, erklärt Vidnoz aber nicht.

Der Haken liegt beim Speicher. Gratis-Inhalte bleiben 7 Tage, bei 500 MB Platz. Lade also sofort herunter. Wer länger als 2 Wochen nicht einloggt, dessen Gratis-Konto gilt laut Datenschutzerklärung als inaktiv, und die Daten können gelöscht werden.

Bezahlt wird in Credits, die Vidnoz AI und Vidnoz Gen gemeinsam nutzen. Ein Avatar-Video kostet 0,5 Credits pro Sekunde, ein Foto-Avatar 2 Credits, und fehlgeschlagene Aufgaben werden nicht berechnet. Der kleinste Avatar-Plan, Vidnoz AI Starter, kostet ca. 23,72 € im Monat für 450 Credits, Videos bis 60 Minuten in 1080p und kein Wasserzeichen.

Der Stimmklon kostet als Add-on ca. 8,78 € im Monat, ein eigener Avatar von dir als Add-on Avatar Pro ca. 262,79 € im Jahr.

Beim Geld wäre ich vorsichtig. Nur wer jährlich zahlt, bekommt 7 Tage Geld-zurück-Garantie, Monatspläne gibt Vidnoz nicht zurück. Beim Kündigen widersprechen sich die Unterlagen: Die AGB nennen das Konto, Erstattungsrichtlinie und Preis-FAQ eine E-Mail an den Support. Auch beim Übertrag ungenutzter Credits sagen die beiden Preisseiten Unterschiedliches.

Und Achtung bei Apps: Vidnoz hat keine offizielle App, die Store-Apps mit dem Namen stammen von fremden Entwicklern.

Zum Datenschutz sagt die Datenschutzerklärung wenig. Modelltraining erwähnt sie nicht, eine eigene Regel für Gesichtsdaten gibt es nicht, und gelöschte Daten können 30 bis 90 Tage in Backups bleiben.

Mein Urteil: Für eine längere Gratis-Nachricht ist Vidnoz AI die beste Wahl hier. Zahlen würde ich dort nur jährlich, weil nur dann die 7-Tage-Garantie greift, und nur wenn du das Tool regelmäßig nutzt. Wer statt eines einzelnen Porträts einen Sprecher für ganze Präsentationen sucht, ist bei den großen Avatar-Plattformen besser aufgehoben; die vergleiche ich in meiner Liste KI-Avatar für Videos.

HeyGen Porträt hochladen, Skript tippen, Foto spricht · 7.0/10, ab 10 €/MonatDE Menü teilweiseDE Prompts jaDE Stimme ja HeyGen gratis testen

Wie funktioniert ein sprechendes Foto bei HeyGen?

HeyGen ist mein Favorit auf dieser Seite, weil es das Thema am vollständigsten abdeckt. Ein Porträtfoto plus Skript ergibt ein sprechendes Video mit Lip-Sync über Avatar IV. Das kostet 16 Credits pro Minute. Für den Ton stehen über 1.000 KI-Stimmen bereit, auch deutsche für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Alternativ lädst du eine eigene Aufnahme hoch, und ab dem Creator-Plan kannst du deine Stimme klonen.

Im Gratis-Plan darfst du bis zu 3 Foto-Avatare anlegen, in den bezahlten Plänen beliebig viele. Creator kostet 25 € im Monat oder 240 € im Jahr, also 20 € pro Monat, und bringt 600 Credits. Kurz gerechnet: 600 Credits geteilt durch 16 Credits pro Minute ergeben 37,5 Minuten sprechendes Foto im Monat, dazu 1080p-Export und kein Wasserzeichen. Das finde ich fair, wenn du regelmäßig Porträts sprechen lässt.

Die App „HeyGen: AI Video Generator“ gibt es für iPhone und Android. Wer eine sprechende Fotos App sucht, ist hier also richtig, allerdings ist die iOS-App laut App Store nur auf Englisch, Portugiesisch und Spanisch. Die Website samt Preisseite gibt es auf Deutsch mit Euro-Preisen. Buchst du über den App Store, kündigst du auch dort, nicht im Web-Konto.

Ich würde deshalb im Web abschließen, damit Abo, Credits und Kündigung an einer Stelle liegen. Im deutschen App Store steht die App bei 4,7 von 5 Sternen, bei Google Play bei 4,5.

Was passiert bei HeyGen mit deinem Gesicht?

Hier wird es weniger angenehm. Laut Datenschutzerklärung darf HeyGen deine Eingaben nutzen, um die Modelle zu trainieren und zu verbessern. Widersprechen kannst du per E-Mail, eine Einstellung im Konto ist nicht beschrieben. Die AGB räumen HeyGen außerdem eine unwiderrufliche Lizenz an deinen Inhalten ein, auch für das Training. Das stört mich, und ich würde deshalb keine Fotos hochladen, die du nicht auch öffentlich zeigen würdest.

Beim Löschen ist HeyGen konkreter als viele andere. Löschanfragen werden möglichst innerhalb von 72 Stunden umgesetzt, danach bleiben die Daten 60 Tage in Backups. Die Gesichtsgeometrie eines Avatars wird gespeichert, solange der Avatar aktiv ist, und innerhalb von 60 Tagen nach dem Löschen vernichtet.

Positiv finde ich die Regeln zur Einwilligung. HeyGen verbietet Avatare realer Personen ohne deren ausdrückliche Einwilligung, und für einen eigenen Video-Avatar muss die Person ein kurzes Einwilligungsvideo aufnehmen. Mehr zu Preisen, App und Grenzen steht in meinen Erfahrungen mit HeyGen.

D-ID: der Spezialist fürs sprechende Porträt

Bei D-ID ist das sprechende Foto kein Nebenprodukt, sondern das Grundprinzip: Foto hochladen, Text oder Audio dazu, das Foto spricht lippensynchron. Die Stimmen kommen in über 100 Sprachen, Deutsch inklusive, auch beim Stimmenklonen. Das Studio selbst ist aber nur auf Englisch. Foto-Avatare liefert D-ID bis 1280 x 1280 Pixel, für ein Handy-Video reicht das.

Wer mehr will als ein Foto, nimmt ein 1 bis 2 Minuten langes Video von sich auf. Für diesen V3-Avatar liest du per Webcam eine Einwilligungserklärung samt zufälligem Passcode vor.

Lite kostet ca. 5,19 € im Monat und bringt 40 Credits, also 10 Minuten, mit D-ID-Logo unten links. Pro für ca. 25,49 € ersetzt das Logo durch ein kleines AI-Zeichen und bringt einen Stimmenklon. Im App Store kostet Pro 35,00 €.

Zwei Regeln würde ich vor dem Kauf kennen: Kündigen musst du laut Bedingungen 15 Tage vor Ende des Zeitraums, und Zahlungen sind nicht erstattungsfähig. Dazu verfallen ungenutzte Minuten am Monatsende, und jede Länge wird auf die nächsten 15 Sekunden aufgerundet. Positiv: D-ID sagt, Inhalte nie fürs Training zu nutzen.

Darf ich jedes Foto sprechen lassen?

Nicht ohne Weiteres, und hier werde ich deutlich. Ein sprechendes Foto legt einem Menschen Worte in den Mund, die er nie gesagt hat. Mit deinem eigenen Gesicht ist das kein Problem. Bei anderen Menschen brauchst du deren Zustimmung, bevor du etwas erstellst, und erst recht, bevor du es teilst.

In Deutschland schützt das Recht am eigenen Bild (KUG § 22) Menschen davor, dass ihr Bildnis ohne Einwilligung verbreitet wird. § 201a StGB macht zudem manche Bildaufnahmen und deren Weitergabe zur Straftat. Das ersetzt keine Rechtsberatung, zeigt aber, wo die Grenze liegt.

Die Anbieter gehen damit unterschiedlich um. D-ID verbietet Uploads ohne die nötigen Rechte oder Einwilligungen, eine eigene Prüfung für einfache Foto-Uploads beschreibt es aber nicht. Akool macht dich dafür verantwortlich, eine Freigabe der abgebildeten Person einzuholen. Vidnoz AI verlangt, dass du alle Rechte an deinen Uploads hast, eine Regel zur Einwilligung der gezeigten Person fehlt.

Ich würde mich auf keine dieser Regeln verlassen, sondern einfach vorher fragen. Und wenn jemand später bittet, den Clip zu löschen, dann lösch ihn, auch aus Gruppenchats. Mehr zu den Regeln und Grenzen von Vidnoz steht in meinen Erfahrungen mit Vidnoz.

Häufige Fragen

Wie kann ich ein sprechendes Foto kostenlos erstellen?

Für längere Clips bietet Vidnoz AI gratis bis zu 3 Minuten in 720p mit Wasserzeichen. HeyGen erlaubt 3 Videos pro Monat mit bis zu 1 Minute und bis zu 3 Foto-Avatare. PixVerse gibt nach dem Einloggen 30 Credits pro Tag, mit denen du auch Lip-Sync nutzen kannst. D-ID hat nur eine 14-tägige Testphase mit bildschirmfüllendem Wasserzeichen.

Welches Tool spricht Deutsch?

HeyGen hat deutsche KI-Stimmen für Deutschland, Österreich und die Schweiz, D-ID deutsche Stimmen in über 100 Sprachen, auch beim Stimmenklonen. Eine deutsche Oberfläche haben laut Angaben HeyGen, Vidnoz AI, Akool und PixVerse, D-ID nicht, und bei Kling AI ist nur die Website deutsch, die App nicht. Gesprochenes Deutsch im Clip bringt erst Kling 4.0, zum Start nur für Ultra-Jahresabos.

Welche App eignet sich für sprechende Fotos am Handy?

HeyGen hat eine offizielle App für iPhone und Android, die iOS-App ist laut App Store allerdings nur auf Englisch, Portugiesisch und Spanisch. D-ID, PixVerse und Kling AI haben ebenfalls Apps für iOS und Android, Akool nur für iOS. Vorsicht bei Vidnoz: Eine offizielle App gibt es nicht, Store-Apps mit diesem Namen stammen von fremden Entwicklern.

Kann das Foto mit meiner eigenen Stimme sprechen?

Ja, auf zwei Wegen. Du lädst eine eigene Sprachaufnahme hoch, das geht bei HeyGen, D-ID und PixVerse. Oder du lässt deine Stimme klonen: bei HeyGen ab dem Creator-Plan für 25 € im Monat, bei D-ID ab Pro, bei Vidnoz AI als Add-on für ca. 8,78 € im Monat. Für den Anfang würde ich die eigene Aufnahme nehmen, das ist günstiger und klingt garantiert nach dir.

Wie viele Minuten sprechendes Foto bekomme ich bei HeyGen im Abo?

Im Creator-Plan bekommst du 600 Credits pro Monat. Ein sprechendes Foto mit Avatar IV kostet 16 Credits pro Minute, rechnerisch sind das 37,5 Minuten im Monat. Creator kostet 25 € im Monat oder 240 € im Jahr. Beachte, dass ungenutzte Credits nach einer Kündigung verfallen und HeyGen laut AGB nur erstattet, wenn das Gesetz es verlangt.

Nutzt HeyGen meine Fotos zum Training?

Laut Datenschutzerklärung darf HeyGen deine Eingaben nutzen, um die Modelle zu trainieren und zu verbessern. Widersprechen kannst du per E-Mail, eine Einstellung im Konto ist nicht beschrieben. Wer das nicht möchte, schaut sich D-ID an, das nach eigener Aussage Inhalte nie fürs Training nutzt, oder Akool, dessen AGB Training mit Nutzerinhalten ausschließen.

Von Finn HoffmannAutor und Tester Zuletzt geprüft So werden die Apps geprüft

Ich bin Finn, 32, Entwickler in Berlin. Seit einigen Jahren probiere ich KI-Companion-Apps aus, schaue mir an, wie sie technisch ticken, was sie wirklich kosten und wo der Haken ist. Hier schreibe ich auf, was ich dabei gelernt habe.

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