KI-Video mit eigenem Gesicht: so geht es sicher
Wie kommt dein eigenes Gesicht in ein KI-Video?
Es gibt mehrere Wege, und sie liefern sehr unterschiedliche Ergebnisse. Bevor du ein Foto oder Video von dir hochlädst, lohnt es sich zu wissen, welcher davon zu deinem Vorhaben passt. Auf dieser Seite geht es ausschließlich um dein eigenes Gesicht. Für jedes andere Gesicht brauchst du die Zustimmung der Person, und dazu weiter unten mehr.
Die vier Wege, die die Tools auf dieser Seite anbieten:
- Avatar: Ein KI-Sprecher mit deinem Gesicht trägt ein Skript vor. Das bieten HeyGen, Synthesia, D-ID und invideo AI, jeweils mit Einwilligungsvideo.
- Sprechendes Foto: Ein einzelnes Porträt von dir spricht einen Text oder eine Tonaufnahme. Das ist das Grundprinzip von D-ID, HeyGen und Akool können es auch.
- Face Swap: Dein Gesicht ersetzt das Gesicht in einem vorhandenen Clip. Das können Akool, FaceFusion, HeyGen und invideo AI.
- Lippen an neuen Ton anpassen: FaceFusion legt mit dem Lip Syncer eine Audiodatei auf ein vorhandenes Video von dir, lokal auf deinem Rechner.
Welcher Weg der richtige ist, hängt vom Ziel ab. Für ein Erklärvideo oder eine Bewerbung würde ich einen Avatar nehmen, weil du den Text jederzeit ändern kannst, ohne dich neu zu filmen. Für einen Spaß-Clip, in dem du in einer Filmszene auftauchst, ist Face Swap schneller. Und wer nur ein Foto hat, kommt mit einem sprechenden Porträt am weitesten.
HeyGen steht in der Übersicht unter diesem Text oben, weil es als einziges Tool hier schon im Gratis-Plan einen eigenen Video-Avatar erlaubt. Synthesia folgt, weil es die strengsten Regeln zur Einwilligung hat. FaceFusion ist der Sonderfall, denn es läuft ohne Konto und ohne Upload auf deinem eigenen Rechner.
Die Übersicht zeigt, welches Tool welchen Weg gratis, eingeschränkt oder nur bezahlt anbietet. Wie ich Datenschutz, Einwilligungsregeln und Gratis-Umfang gegeneinander abwäge, erkläre ich auf der Seite zu meiner Methode.
| Tool | Gratis-Version | Günstigster Monatspreis | Stärken |
|---|---|---|---|
| HeyGen | Ja | 10,00 € | Face Swap im Foto, Face Swap im Video, Face Swap in GIFs |
| Synthesia | Ja | 15,82 € | Text zu Video, KI-Avatar-Videos, KI-Videoschnitt |
| D-ID | Ja | 4,10 € | Sprechendes Foto (Lip-Sync), KI-Avatar-Videos, Ton/Musik im Video |
| invideo AI | Ja | 17,58 € | Face Swap im Foto, Face Swap im Video, Mehrere Gesichter |
| Akool | Ja | 10,55 € | Face Swap im Foto, Mehrere Gesichter, Text zu Video |
| FaceFusion | Ja | Nicht bestätigt | Face Swap im Foto, Face Swap im Video, Mehrere Gesichter |
Warum nur dein eigenes Gesicht?
Weil ein Gesicht nicht nur ein Bild ist, sondern zu einer Person gehört. In Deutschland schützt das Recht am eigenen Bild nach § 22 KUG jede Person davor, dass ihr Bildnis ohne Einwilligung verbreitet wird. Und § 201a StGB stellt manche Bildaufnahmen und ihre Verbreitung unter Strafe. Das ist keine Rechtsberatung, aber es erklärt, warum ich auf dieser Seite konsequent beim eigenen Gesicht bleibe.
Die Anbieter sehen das genauso, und das finde ich gut. HeyGen verbietet in seiner Moderationsrichtlinie Avatare realer Personen ohne deren ausdrückliche Einwilligung, auch von Prominenten. Bei invideo AI sicherst du zu, von jeder erkennbaren Person im Material die nötige Einwilligung zu haben. D-ID verbietet Uploads, für die dir Rechte oder Einwilligungen fehlen.
Akool macht dich laut AGB dafür verantwortlich, eine Freigabe der abgebildeten Person einzuholen, und verlangt, dass KI-veränderte Medien wie Face Swaps gekennzeichnet werden.
Auch das Open-Source-Projekt FaceFusion droht bei Missbrauch mit dem Ausschluss aus der Community oder einer Anzeige bei Behörden. Und selbst mit deinem eigenen Gesicht gilt: Sobald andere Menschen im Zielvideo erkennbar sind, betrifft das Ergebnis auch sie. Ein Face Swap in ein Urlaubsvideo mit Freunden braucht also deren Zustimmung, selbst wenn nur dein Gesicht getauscht wird.
Was du vor dem ersten Upload klären solltest
Dein Gesicht ist ein biometrisches Merkmal, das du nicht wie ein Passwort ändern kannst. Deshalb würde ich vor dem ersten Upload fünf Fragen beantworten:
- Trainiert das Tool mit meinem Material? Akool und Synthesia sagen nein, bei HeyGen dürfen Eingaben ins Training.
- Wie lange bleibt es gespeichert? Bei Akool 365 Tage, bei HeyGen die Gesichtsgeometrie, solange der Avatar aktiv ist.
- Kann ich es selbst löschen? Bei Akool jederzeit, bei D-ID läuft die Kontolöschung nur per E-Mail an den Support.
- Wird das Ergebnis gekennzeichnet? Bei D-ID trägt jede Animation ein synthetisches Zeichen, Akool verlangt eine Kennzeichnung.
- Brauche ich ein Konto? FaceFusion läuft ohne, alle Cloud-Tools hier brauchen eines.
Wenn dir schon eine dieser Antworten nicht gefällt, ist das Tool für dein Gesicht das falsche, egal wie gut die Ergebnisse aussehen. FaceFusion umgeht die meisten dieser Fragen, weil nichts deinen Rechner verlässt. Eine Übersicht aller Werkzeuge findest du auf meiner Startseite zum Thema KI-Video.
Was jede App bietet
| App | Face Swap im VideoFace Swap im Video | Text zu VideoText zu Video | Bild zu VideoBild zu Video | Sprechendes Foto (Lip-Sync)Sprechendes Foto (Lip-Sync) | Gratis ohne WasserzeichenGratis ohne Wasserzeichen | App für iOS/AndroidApp für iOS/Android |
|---|---|---|---|---|---|---|
| HeyGenab 10 €/Monat | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein | Ja |
| Synthesiaab 15,82 €/Monat | Nein | Ja | Eingeschränkt | Nur in Bezahltarifen | Nein | Nein |
| D-IDab 4,10 €/Monat | Nein | Eingeschränkt | Eingeschränkt | Ja | Nein | Ja |
- Ja
- Eingeschränkt oder gegen Aufpreis
- Nein
- Fakten geprüft am
Face Swap mit dem eigenen Gesicht: welches Tool passt?
Face Swap ist der schnellste Weg, dich selbst in einen Clip zu setzen. Du gibst ein Foto von dir vor und ein Zielvideo, das Tool ersetzt das Gesicht. Die vier Tools auf dieser Seite, die das können, unterscheiden sich vor allem darin, wie viel sie gratis erlauben und was mit deinem Foto passiert:
- Akool: Swap-Studio mit Modi für Gesicht, Kopf, Haare, Kleidung, ganze Figur und Bewegung. Gratis nur Zielvideos bis 30 Sekunden in 720P mit bildschirmfüllendem Wasserzeichen.
- FaceFusion: Läuft lokal, ohne Limits und ohne Wasserzeichen, braucht aber mindestens 8 GB Grafikspeicher.
- HeyGen: Die Face-Swap-App nimmt Fotos, MP4-Videos und sogar GIFs, Gratis-Ergebnisse tragen ein Wasserzeichen.
- invideo AI: Face Swap für Fotos und Videos, laut Seite mit geprüfter Erlaubnis und Gesichtsabgleich.
Für ein ernsthaftes Projekt in hoher Auflösung würde ich Akool nehmen. Bezahlte Pläne liefern Swaps bis 4K und darüber, und laut AGB werden Inhalte unter keinen Umständen zum Training genutzt. Starter kostet ca. 10,55 € im Monat für 200 Credits, und ein Face Swap kostet im Swap-Studio ab 4 Credits. Der Haken ist die Speicherdauer von 365 Tagen, lösche fertige Projekte also selbst.
FaceFusion ist die Lösung für alle, die ihr Gesicht gar nicht erst in eine Cloud geben wollen. Laut README braucht die Installation aber technische Kenntnisse. Viele mitgelieferte Modelle haben eigene Lizenzen nur für nicht-kommerzielle Nutzung, und eine ausdrückliche Einwilligungsregel steht nicht in der Dokumentation. Die Verantwortung liegt ganz bei dir.
Wer das Terminal scheut, kauft den optionalen Installer, einmalig ca. 17,58 € für Windows oder ca. 26,37 € für macOS, Intel-Macs werden aber nicht unterstützt.
HeyGen und invideo AI sind praktisch, wenn du ohnehin dort einen Avatar baust. Bei HeyGen lassen sich mehrere Gesichter in einem Durchgang tauschen, ein Clip von einer Minute dauert laut Anbieter einige Minuten. invideo AI verspricht auf den Face-Swap-Seiten, dass getauschte Videos und Bilder nicht gespeichert werden, um Modelle zu trainieren. Wie viel davon im Gratis-Plan geht, nennt invideo nicht.
Ein praktischer Tipp für bessere Ergebnisse: Nimm ein scharfes Foto, frontal, mit gleichmäßigem Licht und ohne Sonnenbrille. Je ähnlicher Blickwinkel und Licht dem Zielvideo sind, desto natürlicher wirkt der Tausch.
Welche Face-Swap-Tools bei Videos insgesamt vorn liegen, auch mit längeren Clips, vergleiche ich in meiner Liste der besten Face-Swap-Tools für Videos.
D-ID auf einen Blick
- Preis ab
- 4,10 €/Monat
- Gratis-Version
- Gratis-Tarif verfügbar
- Plattformen
- Web, iOS, Android
- Gratis ohne Wasserzeichen
- Nein
- Ohne Konto nutzbar
- Nein
- Sprechendes Foto (Lip-Sync)
- Ja
- KI-Avatar-Videos
- Ja
- Ton/Musik im Video
- Ja
- Betreiber
- De-Identification Ltd.
- Sprachen
- Deutsch, Englisch
Ein Avatar mit deinem Gesicht: wie prüfen die Tools die Einwilligung?
Ein persönlicher Avatar ist die seriöseste Form eines KI-Videos mit eigenem Gesicht. Du nimmst einmal Material von dir auf, danach spricht der Avatar jedes Skript, das du eintippst. Genau deshalb prüfen die großen Anbieter streng, ob du wirklich die Person bist, die du zeigst. Das finde ich richtig, denn ein Avatar aus fremdem Material wäre ein perfektes Werkzeug für Täuschung.
Synthesia ist auf dieser Seite das strengste Tool. Persönliche Avatare gibt es nur mit einem live aufgenommenen Einwilligungsvideo derselben Person, ein vorab aufgenommener Clip lässt sich nicht hochladen. Synthesia gleicht Foto oder Video mit dem Einwilligungsvideo ab. Foto-Avatare muss die abgebildete Person selbst anlegen, auch mit Erlaubnis darf man das nicht für jemand anderen tun.
KI-generierte Bilder, stark bearbeitete Fotos und Prominente werden abgelehnt. Starter für ca. 25,49 € im Monat enthält 3 persönliche Avatare. Avatare anderer Personen per Einladungslink gibt es nur im Enterprise-Tarif, und die Person nimmt die Einwilligung dort selbst auf.
HeyGen verlangt für jeden eigenen Video-Avatar ein kurzes Einwilligungsvideo mit vorgegebenem Text und gleicht per Gesichtsgeometrie ab, dass es dieselbe Person ist. Daten aus dieser Prüfung werden meist binnen Minuten gelöscht. Der Vorteil: Einen eigenen Video-Avatar gibt es schon im Gratis-Plan. Die KI-Stimmen können Deutsch in den Varianten Deutschland, Österreich und Schweiz, Stimmenklonen gibt es ab Creator.
D-ID lässt dich für einen V3-Avatar aus deinem Video per Webcam eine Einwilligungserklärung samt zufälligem Passcode vorlesen, ein Upload ist nicht erlaubt. Geprüft werden Transkript, Gesicht und Stimme. Eine fremde Stimme klont D-ID nur, wenn diese Person die Erklärung selbst vorliest. Für einfache Foto-Avatare beschreibt D-ID dagegen keine eigene Einwilligungsprüfung, nur die Moderation stoppt Prominente.
Bei invideo AI nimmst du eine Einwilligung per Video auf, bevor Gesicht und Stimme verarbeitet werden, und beim Stimmklon kann invideo prüfen, ob die Aufnahme von einer lebenden, einwilligenden Person stammt.
Akool bietet Avatar-Videos gratis in 720P bis 10 Minuten mit Wasserzeichen, eine Prüfung per Einwilligungsvideo nennt Akool nicht.
Mein Rat: Wenn du regelmäßig Videos mit deinem Gesicht brauchst, nimm ein Tool mit echter Einwilligungsprüfung. Das schützt nicht nur andere, sondern auch dich, weil niemand so leicht einen Avatar aus deinem Material bauen kann. Welche Avatar-Tools insgesamt am besten abschneiden, mit Preisen und Gratis-Umfang, zeigt meine Liste der besten Tools für einen KI-Avatar für Videos.
Was passiert mit deinem Gesicht nach dem Upload?
Diese Frage beantworten die Anbieter sehr unterschiedlich, und ich würde sie vor dem ersten Foto genau lesen. Synthesia speichert biometrische Daten eines Avatars, solange der Avatar auf der Plattform verfügbar ist. Die Daten aus dem Einwilligungsvideo bleiben nur bis zum Abgleich, meist wenige Minuten. Kundendaten nutzt Synthesia laut Datenschutzerklärung für keinen Zweck ohne schriftliche Anweisung des Kunden.
HeyGen speichert die Gesichtsgeometrie eines Avatars, solange er aktiv ist, und vernichtet sie innerhalb von 60 Tagen nach dem Löschen. Eingaben dürfen die Modelle trainieren, widersprechen geht nur per E-Mail. Avatar-Videos und Gesichtsgeometrie nutzt HeyGen laut Biometrie-Hinweis aber nur mit Einwilligung fürs Training.
Akool speichert hochgeladene Inhalte 365 Tage auf AWS-Servern im EWR oder in den USA, du kannst sie jederzeit selbst löschen. Bei invideo AI bleiben Gesichtsdaten und Stimmprofile eines Avatars bis zum Löschantrag oder zur Kontolöschung. D-ID sagt, Inhalte nie fürs Training zu nutzen, sichert sich laut Nutzungsbedingungen aber ein unbefristetes, unwiderrufliches Nutzungsrecht an deinen Uploads. FaceFusion legt nur temporäre Dateien auf deinem eigenen Rechner ab.
Für mich ist das der wichtigste Unterschied zwischen den Tools, wichtiger als Preis oder Auflösung. Ein schlechter Clip lässt sich neu erzeugen, ein Gesicht, das in einem Trainingsdatensatz steckt, holst du nicht zurück.
Wie löschst du dein Gesicht wieder?
Plane das Löschen schon beim Hochladen mit. Bei Akool löschst du Uploads jederzeit selbst. HeyGen setzt Löschanfragen möglichst innerhalb von 72 Stunden um, danach bleiben Daten noch 60 Tage in Backups. invideo AI entfernt Inhalte innerhalb von 90 Tagen nach Kontolöschung oder Löschantrag.
Bei D-ID bleiben Uploads im Web-Studio, bis du sie löschst, das Konto selbst löscht nur der Support per E-Mail. Synthesia löscht nach der Kontolöschung laut Kundenbedingungen alle Kundendaten und Custom Avatars, sofern kein Gesetz dagegen steht.
Mein Vorgehen wäre: Nach jedem Projekt das Ausgangsmaterial im Tool löschen und das fertige Video lokal sichern. Einen Avatar, den du nicht mehr brauchst, würde ich ebenfalls entfernen, weil erst dann die Frist für die biometrischen Daten beginnt. Bei HeyGen zusätzlich per E-Mail dem Training widersprechen, bevor du überhaupt etwas hochlädst.
Wer genauer verstehen will, wie ein Gesichtstausch technisch funktioniert und wo die Grenzen liegen, liest meinen Grundlagentext, was Face Swapping ist.
Was kostet ein KI-Video mit eigenem Gesicht?
Zum Ausprobieren wenig bis nichts. HeyGen gibt gratis 3 Videos pro Monat bis 1 Minute und einen eigenen Video-Avatar, je nach Region auch weniger Videos. D-ID hat nur eine 14-tägige Testphase mit bis zu 3 Minuten Video und bildschirmfüllendem Wasserzeichen. Akool hat einen Gratis-Plan mit Wasserzeichen, FaceFusion kostet gar nichts.
Für ein Ergebnis ohne Wasserzeichen zahlst du, und die Preise liegen weit auseinander. HeyGen Creator kostet 25 € im Monat oder 20 € im Monat bei jährlicher Zahlung, im App Store dagegen 35 €. D-ID Lite kostet ca. 5,19 € im Monat, trägt aber ein D-ID-Logo, Pro für ca. 25,49 € bringt 3 persönliche Avatare und einen Stimmenklon.
Akool Starter kostet ca. 10,55 € im Monat, in der iOS-App 14,00 €, invideo AI Starter ca. 17,58 €.
Rechne die Minuten vorher durch. Creator bei HeyGen bringt 600 Credits, eine Minute Avatar IV kostet aus einem Foto 16 Credits, aus einem Video 31. Bei D-ID deckt ein Credit bis zu 15 Sekunden, die Länge wird aufgerundet, und ungenutzte Minuten verfallen am Monatsende.
Teuer wird es beim Studio-Avatar. Synthesia verlangt dafür als Zusatz ca. 878,89 € im Jahr, nur für Jahrespläne, und die Erstellung kann bis zu 10 Tage dauern. Für Einzelpersonen reicht der persönliche Avatar aus Starter, wobei Synthesia laut Nutzungsrichtlinie ohnehin für Geschäftszwecke gedacht ist, nicht für private.
Mein Rat: so fängst du sicher an
Ich würde klein anfangen. Baue bei HeyGen im Gratis-Plan deinen eigenen Video-Avatar mit Einwilligungsvideo und prüfe, ob dir Ergebnis und Stimme gefallen. Vorher würde ich per E-Mail dem Training widersprechen. Wenn du mehr willst, entscheide nach dem Zweck: Synthesia für Firmenvideos mit strenger Prüfung, D-ID für ein sprechendes Foto, Akool für Face Swap in hoher Auflösung. Wer sein Gesicht gar nicht hochladen will und eine starke Grafikkarte hat, bleibt bei FaceFusion.
Lies vor dem Abschluss das Kleingedruckte. Bei Akool musst du mindestens 24 Stunden vor der Verlängerung kündigen, und Erstattungen kommen nur als Kontoguthaben. Bei D-ID sind es laut Bedingungen sogar 15 Tage vor Ende des Zeitraums.
Und kennzeichne deine Videos als KI-Inhalt, wenn du sie veröffentlichst. Akool verlangt das für Face Swaps ohnehin, und es nimmt jedem Zweifel die Grundlage. Alles zu Preisen, Swap-Modi und Datenschutz steht auf meiner Seite zu Akool.
Häufige Fragen
Darf ich ein KI-Video mit meinem eigenen Gesicht veröffentlichen?
Mit deinem eigenen Gesicht ja, sofern das Ausgangsmaterial dir gehört und das Tool die Nutzung in deinem Plan erlaubt. D-ID etwa erlaubt Videos aus der Testphase nur nicht-kommerziell. Sind andere Menschen im Zielvideo zu sehen, brauchst du deren Einwilligung, denn in Deutschland schützt das Recht am eigenen Bild nach § 22 KUG jede Person. Akool verlangt zudem, KI-veränderte Medien zu kennzeichnen.
Welches Tool trainiert nicht mit meinem Gesicht?
Akool schließt Training mit Inhalten laut AGB unter allen Umständen aus. Synthesia nutzt Kundendaten ohne schriftliche Anweisung für keinen Zweck. invideo AI trainiert seine eigenen Modelle nicht mit deinen Daten, Drittanbieter der „Experimental Tier“ dürfen es aber. FaceFusion lädt gar nichts hoch. Bei HeyGen dürfen Eingaben ins Training, widersprechen kannst du per E-Mail.
Kann ich einen Avatar von meinem Freund oder meiner Mutter machen?
Nur, wenn die Person selbst mitmacht. Synthesia verlangt ein live aufgenommenes Einwilligungsvideo derselben Person, und Foto-Avatare muss sie selbst anlegen, auch mit deiner Erlaubnis darfst du das nicht für sie tun. Bei HeyGen nimmt die abgebildete Person das Einwilligungsvideo auf, bei D-ID muss sie für einen Stimmklon die Einwilligungserklärung selbst vorlesen.
Wie lange speichern die Tools mein Foto?
Sehr unterschiedlich. Akool speichert Uploads 365 Tage, du kannst sie aber jederzeit löschen. HeyGen behält die Gesichtsgeometrie, solange der Avatar aktiv ist, und vernichtet sie innerhalb von 60 Tagen nach dem Löschen. Bei invideo AI verschwinden Inhalte innerhalb von 90 Tagen nach Kontolöschung. Bei FaceFusion bleibt alles auf deinem eigenen Rechner.
Geht ein KI-Video mit eigenem Gesicht auch ohne Konto?
Ja, mit FaceFusion. Das Programm lädst du ohne Konto herunter, es läuft auf deinem Rechner, braucht aber technisches Wissen und laut FAQ mindestens 8 GB Grafikspeicher. Synthesia schickt ein einzelnes Gratis-Video ohne Konto per Mail, wenn du Namen und E-Mail angibst. Ein persönlicher Avatar braucht dort aber ein Konto ab Starter.
Wie lange dauert es, bis mein Avatar fertig ist?
Das hängt vom Tool ab. Ein eigener Avatar ist laut invideo AI in unter 5 Minuten fertig. Bei D-ID braucht ein V3-Avatar im Schnitt 4 bis 10 Minuten pro Minute Material. Ein Studio-Avatar bei Synthesia kann dagegen bis zu 10 Tage dauern, den gibt es aber nur als teuren Zusatz für Jahrespläne.
